Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen

Vom 07.-11.04.2026 fand in Frankfurt am Main der Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes statt. Unter dem Motto „Aus der Antike lernen für die Demokratie von heute und morgen: exempla et errores“ beleuchteten nicht nur Klassische Philologen und Althistoriker, sondern auch Referenten aus anderen Disziplinen und Bereichen in mehr als 50 Vorträgen und Workshops sowie auf einer Podiumsdiskussion aus verschiedensten Perspektiven das Potential der Auseinandersetzung mit der Antike für die Demokratiebildung.

IG-Farben-Gebäude der Universität Frankfurt am Main

Alea iacta est – Caesars Spiel um die Macht und die Folgen für Rom und die antike Welt

Dabei habe ich in meinem Vortrag „Alea iacta est – Caesars Spiel um die Macht und die Folgen für Rom und die antike Welt“ aufgezeigt, wie die Beschäftigung mit dem Ausbruch des römischen Bürgerkrieges zwischen Caesar und Pompeius im Januar 49 v. Chr., mit dessen Ursachen und den Beweggründen der Akteure, aber auch mit den Folgen für die späte römische Republik als Beispiel für das Taktieren politischer „Parteien“ und Interessengruppen den Blick für solche Mechanismen auch in unserer Zeit schärfen kann. Darüber hinaus habe ich konkrete Impulse für die Behandlung dieses Themas nicht nur im Latein-, sondern auch im Griechisch- und Geschichtsunterricht gegeben. Der volle Hörsaal ebenso wie die angeregte Diskussion im Anschluss haben deutlich gezeigt, dass die Beschäftigung mit Caesar auch heute noch interessant und lohnenswert ist.

De utilitate Latine vel Graece scribendi – Latein / Griechisch im Unterricht schreiben?!

Neben diesem Beitrag zur Literatur, Kultur und Geschichte durfte ich beim „Didaktik-Slam“ in meinen Beitrag „De utilitate Latine vel Graece scribendi“ mein Konzept des Latein- bzw. Griechischschreibens im Unterricht und meine langjährigen Erfahrungen damit erneut einem interessierten Publikum vorstellen. Dass Dr. Marie-Luise Reinhard beim „Didaktik-Slam“ direkt vor mir zu Aspekten des Lateinsprechens im Unterricht sprach, passte umso besser. Auch die Rückmeldungen aus dem Publikum zu unseren Impulsen haben klar gezeigt, dass die lateinische Sprache alles andere als tot ist.

Außerdem bot der Kongress wie immer großartige Möglichkeiten, sich persönlich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus intensiv auszutauschen.

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